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IT-Vergütungsstudie der COMPUTERWOCHE: Löhne steigen nur noch um gut zwei Prozent

Unter den IT-Fachkräften ohne Personalverantwortung sind die Security-Experten aktuell die Spitzenverdiener / Gehälter in kleinen Firmen überdurchschnittlich gestiegen / Gehaltsschere zwischen West und Ost vergrößert sich weiter / Branchen Konsumsektor, die Chemie-Industrie und die Medizintechnik zahlen IT-Beratern am meisten / Unternehmen treten bei Dienstwagen auf Kostenbremse / Bei Überstunden dominiert Freizeitausgleich

München, 10. November 2016 – Der Lohnzuwachs für IT-Fachkräfte hat sich deutlich verringert. Nach dem kräftigen Zuschlag von 6,2 Prozent im Vorjahr sind die Gehälter in diesem Jahr nur noch um 2,2 Prozent gestiegen. Das ist ein Ergebnis der exklusiven IT-Vergütungsstudie 2016/2017 des IT-Fachmagazins COMPUTERWOCHE (Ausgabe 45-46/2016, www.computerwoche.de) und der Hamburger Vergütungsberatung Compensation Partner.

Aktuelle Spitzenverdiener unter den IT-Fachkräften ohne Personalverantwortung sind die Security-Experten mit durchschnittlich 71.100 Euro (2015: 70.600). Sie verdrängen damit die Projektleiter, die nach 72.440 Euro im Vorjahr jetzt ein Jahressalär von 70.300 Euro einstreichen. Auf Rang drei folgen Berater mit SAP-Know-how mit 68.600 Euro. Schlusslichter im Ranking sind die Mitarbeiter im Anwender-Support (43.000 Euro) und Web-Designer (37.000 Euro).

Nach wie vor beeinflusst die Unternehmensgröße stark die Höhe des Gehalts. Dabei gilt: Je größer das Unternehmen, desto höher die Vergütung. Jedoch sind die Gehälter in den kleinen Firmen in diesem Jahr stärker gestiegen als in großen Betrieben. Regional betrachtet hat der Osten der Republik weiter an Boden verloren. Während Arbeitgeber in den Top-Metropolen Frankfurt am Main und München nach wie vor 20 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt bezahlen, liegt das Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern fast 30 Prozent und selbst die Hightech-Region Dresden noch rund 20 Prozent unter dem Durchschnitt. Vor zwei Jahren hatten die ostdeutschen Regionen nur um zehn bis 20 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt gelegen.

Deutlich Einkommensunterschiede bestehen der IT-Vergütungsstudie zufolge auch zwischen den Branchen. Am besten zahlen der Konsumsektor, die Chemie-Industrie und die Medizintechnik. In diesen Bereichen erhalten IT-Berater im Schnitt 84.900 Euro. Am wenigsten verdienen die Consultants mit 61.000 Euro in den Branchen Call-Center sowie Hotel- und Gaststättengewerbe.

Wie die IT-Vergütungsstudie der COMPUTERWOCHE weiter ermittelte, treten die Unternehmen beim Thema Dienstwagen in diesem Jahr auf die Kostenbremse. Einen Firmenwagen fahren nur noch 30 Prozent der Führungskräfte (2015: 38,5 Prozent). Und während sich die Manager im Vorjahr noch Dienstkutschen im Wert von durchschnittlich rund 50.500 Euro bestellen durften, sank der Neuwert des Wagens in diesem Jahr auf 43.750 Euro.

Überstunden gehören zum Alltag der IT-Mitarbeiter. Allerdings haben nur sieben Prozent (Vorjahr: acht Prozent) der Befragten einen monetären Ausgleich der geleisteten Überstunden im Arbeitsvertrag. Wer eine solche Regelung hat, kann sein Gehalt noch einmal um rund 4.680 Euro pro Jahr steigern. Wesentlich häufiger ist aber ein Freizeitausgleich.

Über die IT-Vergütungsstudie 2016/2017:
An der Studie beteiligten sich in diesem Jahr 38 Unternehmen aus der IT-Wirtschaft, die insgesamt 1.024 Datensätze lieferten. Weitere 14.555 Datensätze stammen aus Direktbefragungen von Fach- und Führungskräften. Insgesamt sind so 15.579 Datensätze in die Studie eingeflossen. Die Erhebung fand von Mai bis August 2016 statt.

Die IT-Vergütungsstudie kann zum Preis von 599 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und Versandkostenpauschale unter der E-Mail info@compensation-partner.de bestellt werden. Sie richtet sich an Geschäftsführer, Personalleiter und Personalverantwortliche aus der IT-Wirtschaft sowie an Personal- und Unternehmensberater.

Pressekontakt:
Hans Königes, Redaktion COMPUTERWOCHE
Tel.: 089/360 86-261
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