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Frauenpower beim „CIO des Jahres 2018“: Jutta von Mikusch-Buchberg von Premium AEROTEC ist „CIO des Jahres“ in der Kategorie Großunternehmen, Brigitte Falk von CRONIMET in der Kategorie Mittelstand

„CIO des Jahres“ in der neuen Kategorie Public Sector ist Markus Schmitz von der Bundesagentur für Arbeit / Der „Innovation Award“ geht an Klaus Straub von BMW / Neue Schirmherrin ist Staatsministerin Dorothee Bär, Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung / COMPUTERWOCHE und CIO vergeben Auszeichnung zum 16. Mal

München, 16. November 2018 – Jutta von Mikusch-Buchberg von Premium AEROTEC ist „CIO des Jahres 2018“ in der Kategorie Großunternehmen. Die Medienmarken COMPUTERWOCHE (www.computerwoche.de) und CIO-Magazin (www.cio.de) zeichneten die Managerin gestern Abend bei einer Gala im Bayerischen Hof in München aus. Die beiden IDG-Publikationen verliehen den Award damit zum 16. Mal. Die Airbus-Tochter Premium AEROTEC mit gut 10.000 Mitarbeitern in Deutschland und Rumänien gehört zu den wichtigsten Akteuren in der Flugzeugbau-Zulieferindustrie. Sie entwickelt und fertigt Flugzeugkomponenten aus Aluminium, Titan und Kohlenstofffaser-Verbundstoffen. Preisträgerin Jutta von Mikusch-Buchberg ist seit 2012 Leiterin IT und Mitglied der Geschäftsleitung. Um die Digitalisierung des Unternehmens voranzutreiben, integrierte und harmonisierte sie die Software- und Systemlandschaft auf der Basis von SAP und baute ein Product-Lifecycle-Management auf. 270 Produktionsanlagen an vier Standorten mussten vernetzt, Maschinen vorausschauend gewartet, Bauteile optimal disponiert und die Lieferkette transparent gemacht werden. In nur fünf Jahren wurde die gesamte IT-Landschaft modernisiert, in ein digitales Ökosystem eingepasst und die Umsetzungszeiträume dramatisch verkürzt. Die Jury war von ihrem Konzept überzeugt: „Jutta von Mikusch-Buchberg stellt ein sehr überzeugendes Projekt vor, das mittels eines ‘Digital Ecosystems’ die Digitalisierung von Premium AEROTEC auf eine nächste Stufe heben soll. Sie bereitet die Unternehmens-IT bereits seit Jahren auf die neuen Anforderungen der Digitalisierung vor.“

Den zweiten Platz im CIO-Ranking in der Wettbewerbskategorie „Großunternehmen“ eroberte Lufthansa-CIO Roland Schütz mit dem Projekt „Group IT Transformation“, Platz 3 ging an Henkel-CIO Joachim Jäckle für ein Transformationsprojekt zur Harmonisierung der Einkaufs-, Verkaufs-, Produktions- und Transportprozesse.

„CIO des Jahres 2018“ in der Wettbewerbskategorie „Mittelstand“ ist Brigitte Falk, Leiterin Orga-nisation und Information beim Metallrecycling-Spezialisten CRONIMET. Sie überzeugte mit einem mit agilen Methoden eingerichteten Händler-Portal, auf das Sales, Einkauf und Marketing gemeinsam über ein Cloud-basiertes Tool Zugriff auf alle Daten haben. Die Händler können in SAP BI on HANA über Mitarbeiter aus den Landesgesellschaften abfragen, welche Materialien bei welchem Lieferanten gekauft wurden, in aktuellen Beständen der Lieferanten suchen und on Demand einkaufen. Die Zusammenarbeit mit den verschiedensten Abteilungen in den Projekt-Teams und mit Vertretern der Landesgesellschaften ist dabei ein großer Vorteil. Die Jury lobte den Ansatz folgendermaßen: „Frau Falk überzeugt deutlich mit ihrem Verständnis als ‘Digital Business Enabler’ sowie der klaren Zielsetzung, mittels der von ihr vorangetriebenen digitalen Transformation einen Wertbeitrag zur Unternehmenszukunft zu leisten. Der Einsatz innovativer Technologien wie Analytics und Machine Learning wird durch ein gezieltes Engagement im Forschungs- und Nachhaltigkeitsbereich ergänzt.“

Zweitplatzierter im Mittelstand ist Marcus Sassenrath, CIO BPW Bergische Achsen, für das BPW InnovationLab, Kernzelle der digitalen Veränderung im Unternehmen. Auf den dritten Platz kam Robert Burkhardt, CIO SMARTRAC Technology, mit seinem konsequenten Cloud­Ansatz zur Umsetzung der neuen Geschäftsstrategie.

Neu in diesem Jahr ist die Kategorie „Public Sector“, erster Preisträger Markus Schmitz, CIO der Bundesagentur für Arbeit. Den Preis überreichte die neue Schirmherrin Dorothee Bär. Schmitz erhielt den Preis für einen für den öffentlichen Sektor ausgefallenen Customer-Centricity-Ansatz, er möchte die Bundesanstalt zum Vorbild für alle staatlichen Institutionen in Sachen digitaler Transformation machen. Der Internet-Auftritt wurde nicht mit Blick auf die Verwaltungsstrukturen aufgebaut, sondern an den Lebenslagen der Kunden orientiert. Dazu kommen agile Arbeitsweisen in der IT, die als Vorbild für den Rest der Bundesagentur und den öffentlichen Sektor in ganz Deutschland gelten sollen. Ein Teil davon ist beispielweise ein Campus in Nürnberg, in dem 17 Bürolandschaften für Scrum-Teams bereitstehen. Die Jury: „Seine kundenzentrierte Sichtweise zeugt von einem progressiven Verständnis der CIO-Rolle. Damit verkörpert Markus Schmitz als Rollenmodell ‘den’ modernen CIO im öffentlichen Sektor.“

Auf den zweiten Rang kam Stephan Spieleder, CIO der Versicherungskammer Bayern, mit einem Transformationsprojekt für mehr Kundenorientierung, Agilität und Effizienz. Den dritten Platz erhielt Stefan Krebs, CIO im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg, für die landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie.

Auch in diesem Jahr vergab die Jury einen Sonderpreis: Den „Innovation Award“ erhielt Klaus Straub, CIO von BMW. Er gab für die BMW Group das Motto „100% agile“ aus und nahm sich dazu Startups und die großen Internet-Konzerne zum Vorbild. Denn Silostrukturen und eine IT als reiner Dienstleister standen schnellen Entscheidungen und flexiblen Reaktionen auf Marktanforderungen im Wege. Straub setzte auf eine Hinwendung zu einer konsequenten Produktorientierung. BMW überführte mehr als 650 IT-Projekte in eine agile Produktstruktur mit End-to-End-Verantwortung in den Teams. Unter Straubs Regie wurden 38 Umsetzungsinitiativen zu einer Vielzahl an Themenfeldern eingeleitet – Basis für die weltweite Umsetzung von z.B. ConnectedDrive, Drive-Now, ParkNow, InvisibleServices oder ChargeNow über ein gemeinsames Backend. Die Jury überzeugte vor allem seine Pionierrolle in Sachen unternehmensweite Agilität gegen alle Widerstände und mit Strahlkraft weit über die IT-Abteilung hinaus.

Der Experten-Jury „CIO des Jahres“ gehörten an: Prof. Manfred Broy, Gründungspräsident des Zentrums Digitalisierung Bayern; Prof. Thomas Hess, Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien, LMU München; Prof. Reinhard Jung, Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität St. Gallen; Dr. Peter Jürging, CIO von Hoyer; Frank Riemensperger, Deutschland­-Chef von Accenture; Dr. Sebastian Saxe, CIO der Hamburg Port Authority; Prof. Günther Schuh, Lehrstuhl für Produktionssystematik, RWTH Aachen; Dr. Bettina Uhlich, CIO von Evonik Industries. Stellvertretend für die Redaktion COMPUTERWOCHE und CIO-­Magazin stehen Heinrich Vaske, Editorial Director IDG (links), und Horst Ellermann, Herausgeber CIO­-Magazin.

Alle Artikel und die Berichterstattung finden sich unter www.computerwoche.de und www.cio.de, Informationen zur Auszeichnung auf www.cio-des-jahres.de sowie im gemeinsamen Sonderheft „CIO des Jahres 2018“, das den kommenden Ausgaben von COMPUTERWOCHE (EVT 19.11.2018) und CIO-Magazin (EVT 10.12.2018) beiliegt. Das Sonderheft ist unter www.idgmediakiosk.de auch im App-Store von COMPUTERWOCHE und CIO-Magazin erhältlich.

Für Rückfragen:
Karen Funk, Redaktion COMPUTERWOCHE
Tel. 089 / 360 86-178, E-Mail: kfunk@computerwoche.de
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