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DSGVO: Ein Jahr danach

10. Juli 2019

DSGVO

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine Verordnung der Europäischen Union, mit der die Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten EU-weit vereinheitlicht werden. Dadurch soll einerseits der Schutz personenbezogener Daten innerhalb der Europäischen Union sichergestellt, andererseits der freie Datenverkehr innerhalb des Europäischen Binnenmarktes gewährleistet werden. Personen erhalten dadurch unter anderem das Recht:

  • zu erfahren, welche Daten gespeichert sind;
  • zu wissen, was mit diesen Daten passiert oder passiert ist (Datenauskunft);
  • auf Datenlöschung;

Nach einem Jahr mit der DSGVO zeigt sich:

1. First Party Data immer bedeutsamer

Es wird immer wichtiger, einen eigenen datenschutzkonformen Datenpool zu haben, diesen auszubauen und zu pflegen. Vor der DSGVO war es relativ einfach möglich, an Fremdadressen zu gelangen und diese zu Marketing-Zwecken zu nutzen. Dies ist seit Mai 2018 so nicht mehr möglich und stellt viele Firmen vor große Probleme. Firmen nutzen Fremdadressen, um ihre Werbebotschaft zu platzieren und um über Lead-Kampagnen oder Content Marketing an neue Leads zu gelangen.

IDG verfügt bereits über eine umfangreiche B2B- und B2C-Datenbank. Die Daten werden mit Double-Opt-In datenschutzkonform erhoben und sind somit auch nach den DSGVO-Richtlinien für Marketingzwecke nutzbar. Ein großer Vorteil im Datenwettbewerb: Unsere Leser kennen und vertrauen unseren Marken und geben uns ganz bewusst das Einverständnis, ihre Daten für relevante Werbebotschaften zu nutzen.

2. Schnelle Reaktion unbedingt erforderlich

Falls Leser eine Datenauskunft verlangen, die Löschung ihrer Daten oder eine Sperrung dieser wünschen, hat das letzte Jahr gezeigt: Es ist wichtig, diese Anfragen innerhalb kürzester Zeit zu beantworten. Nur so fühlt sich der User ernst genommen und die Firma vermittelt, dass sie einen seriösen Umgang mit Daten an den Tag legt.

3. Neue Workflows etablieren Trust

In vielen Firmen liegen Daten (noch) nicht an einer zentralen Stelle. Deswegen muss ein zentraler Workflow installiert werden, der sicherstellt, dass Daten an jeder möglichen Stelle gelöscht oder gesperrt werden können. Das sollte sichergestellt sein, bevor es zur Beantwortung der Kundenanfrage kommt. Schließlich sollten Zusagen an einen Kunden –  in diesem Fall, dass seine Daten gelöscht sind – auch verbindlich sein.

4. Datenhaltung braucht Transparenz

Die strengen Dokumentationspflichten der DSGVO machen eine transparente Datenhaltung obligatorisch. Um dieser Rechenschaftspflicht nachzukommen, wurden sämtliche Prozesse dokumentiert, in denen Daten verarbeitet werden. In den sogenannten Verfahrensverzeichnissen wurde festgehalten, welche und wessen Daten erhoben werden, zu welchem Zweck und ggf. mit welchen Partnern/ Dienstleistern die Daten verarbeitet werden. Außerdem wurden mit allen bestehenden Dienstleistern umfangreiche Datenschutzvereinbarungen geschlossen – ein Vorgang, der bei IDG mittlerweile bei jedem neuen Projekt zum Standardprozess gehört.

5. Kundenanfragen brauchen seriöse Antworten

In vielen Firmen stellt sich die Frage, wer beantwortet die Kundenanfragen? IDG hat sehr gute Erfahrungen damit gemacht, die Anfragen direkt vom eigenen Datenschutzbeauftragten- in unserem Fall ein externer Anwalt – auf professionelle Art und Weise beantworten zu lassen. Auch dies trägt dazu bei, dass sich die Leserschaft ernst genommen fühlt.  Darüber hinaus erkennen die Leser so, dass das Thema Datenschutz bei IDG einen sehr hohen Stellenwert genießt.

6. Last but not least: Nur DOI-Daten kommen in die Datenbank

Nur Daten mit Double-Opt-In (DOI) in der Datenbank zu haben klingt selbstverständlich – ist es in vielen Fällen aber immer noch nicht. IDG generiert an vielen Stellen neue Adressen, zum Beispiel durch Newsletter-, Event- oder Webcast- Anmeldungen sowie Whitepaper-Downloads. An allen möglichen Stellen muss ein DOI erhoben werden. Daten, die nicht mit DOI vorliegen, dürfen nicht in die CRM-Datenbank fließen.

Wenn auch Sie von unseren (datenschutzkonformen) Produkten wie zum Beispiel Lead-Generierung, Content Marketing oder Account Based Marketing profitieren wollen, kommen Sie gerne auf uns zu!

IDG MIrja Wagner

Mirja Wagner
Vice President Product Marketing
IDG Business Media GmbH
mwagner@idg.de
+49 (0)89 36086 751
Lyonel-Feininger-Str. 26, 80807 München

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