Moritz Freiherr Knigge im Interview auf CFOworld.de
München, 14. Februar 2012 – Konflikte, die aus zwischenmenschlichen Missverständnissen heraus entstehen, können die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens nachhaltig verschlechtern. Das sagt Moritz Freiherr Knigge im Interview auf CFOworld.de, der Informationsplattform für Finanzverantwortliche der IDG Business Media GmbH. Mit Höflichkeit und vor allem mit wertschätzender Kommunikation lässt sich dies nach Meinung des Kommunikationsberaters und Nachfahren des Verfassers der berühmten Schrift "Über den Umgang mit Menschen" von 1788 jedoch vermeiden. Knigge weist darauf hin, dass der höfliche Umgang miteinander Reibungsverluste abbauen kann, die andernfalls in Unternehmen wichtige Ressourcen binden würden: "Es geht ja nicht einzig um den ausgetragenen Konflikt in dem Moment. So ein Konflikt hinterlässt immer auch Wunden", so Knigge. "Es kann nicht im Sinne eines Unternehmers sein, Konflikte vorzufinden. Sie sind nicht wirtschaftlich."
Dabei gilt das Gebot der Höflichkeit und die Fähigkeit zur Kommunikation heute nicht nur für Führungskräfte. "Diese Qualitäten werden von jedem Menschen verlangt. Und sie sind unbedingt notwendig, sei es in der Führung, im Vertrieb oder am Empfang", so Knigge auf CFOworld.de. Die gegenseitige Wahrnehmung des Gegenübers spiele dabei eine wichtige Rolle, ob wertschätzende Kommunikation gelingt – für Knigge ein ganz wesentlicher Grund, wieso Unternehmen dieses Thema überhaupt interessiert: "Sie können es sich schlicht nicht mehr leisten, dass die guten Mitarbeiter gehen." Die Tatsache, dass in seinen Workshops zwar fast ausschließlich Führungskräfte, sehr selten jedoch auch Top-Manager sitzen, bedauert Knigge vor diesem Hintergrund ausdrücklich. „Derartiges Verhalten führt auch immer wieder zu Kritik durch die Belegschaft." Hierarchien stellen für Knigge zudem eines der größten Hindernisse für offene Kommunikation in Unternehmen dar – obwohl diese von den meisten Führungskräften sogar ausdrücklich gewünscht wird. Um das Misstrauen der Mitarbeiter zu brechen, helfe laut Knigge nur, immer wieder zum für beide Seiten konstruktiven Dialog anzuregen: "Der Chef muss beweisen, dass er Kritik aushalten kann. Das mag nicht einfach sein, aber wenn er es schafft, genießt er das Vertrauen in seinem Umfeld."
Das komplette Interview mit Moritz Freiherr Knigge kann im Internet auf http://www.cfoworld.de/wie-kuendigt-man-wertschaetzend nachgelesen werden.
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